Weitsichtigkeit


Weitsichtigkeit hat nichts mit Weite zu tun, oder doch?


Die Weitsichtigkeit wird auch als Hyperopie bezeichnet. Es handelt sich um eine angeborene Fehlsichtigkeit. Weitsichtige können bis zum Alter von 30 Jahren in der Regel in der Nähe wie in der Ferne gut sehen. Dabei müssen sie jedoch die inneren Augenmuskeln stark beanspruchen. Auf Dauer ist das anstrengend für die Augen. Bei einer starken Weitsichtigkeit und mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Akkommodation, also die aktive Anpassung der Sehschärfe an verschiedene Entfernungen durch die Linse, ab. So ist scharfes Sehen in der Nähe nicht mehr möglich. Um die Sehschwäche auszugleichen, helfen eine Brille oder Kontaktlinsen.

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Veröffentlicht:
13. September 2018

Mögliche Ursachen für Weitsichtigkeit


Die Weitsichtigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören ein zu kurzer Augapfel, eine Hornhaut bzw. Linse mit zu geringer Brechkraft, oder eine Kombination aus beidem. Beim Blick in die Ferne werden die einfallenden Lichtstrahlen so gebündelt, dass bei Weitsichtigkeit erst hinter der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. Die Betroffenen kompensieren dies durch eine verstärkte Aktivität des Ziliarmuskels. Diese Akkommodation funktioniert in jungen Jahren noch recht gut, vor allem bei Objekten in der Ferne. Bei Objekten in der Nähe gelingt der Ausgleich hingegen schlechter.


Ist die Weitsichtigkeit angeboren, so besteht die Möglichkeit, dass sie sich durch das Wachstum des Augapfels bis ins Erwachsenenalter abschwächt. Im Laufe des Lebens nehmen Flexibilität und Elastizität der Linse und damit die Fähigkeit der Akkommodation ab. In vielen Fällen brauchen daher auch Normalsichtige ab einem Alter von etwa 45, 50 Jahren häufig eine Lesebrille. Experten sprechen dabei von der Alterssichtigkeit. Weitsichtige benötigen bereits früher eine Brille für das Sehen in der Ferne.


Symptome der Weitsichtigkeit


Um jederzeit scharf zu sehen, stellt sich die Linse bei weitsichtigen Menschen automatisch durch Muskelaktivitäten in die richtige Feineinstellung. Auf Dauer ermüdet das jedoch die Augen. In der Folge brennen und schmerzen die Augen. Es können Kopfschmerzen auftreten. Diese Symptome werden auch als asthenopische Beschwerden bezeichnet und treten vor allem beim Lesen auf. Die Betroffenen kneifen die Augen zusammen oder blinzeln, um scharf zu sehen.


Diagnose der Weitsichtigkeit beim Augenarzt oder Optiker


Mit einem Sehtest können Augenärzte oder auch wir bei Optik Meyer feststellen, wie gut die Augen in die Ferne und in die Nähe sehen. Die Patienten müssen dabei in einer bestimmten Entfernung unterschiedlich große Buchstaben oder Zeichen erkennen und beschreiben können. Der Test kann abhängig von der Tageszeit, den Lichtverhältnissen und dem Wohlbefinden unterschiedlich ausfallen.


Hier ist vor allem bei mutmaßlich weitsichtigen Menschen Fingerspitzengefühl nötig, da durch die Akkommodation die Linse automatisch scharf stellt. Leichte Formen der Weitsichtigkeit können übersehen werden. Wenn die Vermutung vorliegt, weitsichtig zu sein, gibt ein professioneller Sehtest bei Optik Meyer Ihnen passende Antworten.


Verbesserung der Weitsichtigkeit


Wenn eine bestehende Weitsichtigkeit Beschwerden verursacht, kann man mit einer Sehhilfe wie einer Brille oder Kontaktlinsen von Optik Meyer gegensteuern und die Sehschwäche ausgleichen.


Gleicht man die Weitsichtigkeit mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen aus, kommen so genannte Sammellinsen mit einem positiven Brechwert zum Einsatz. Diese Brillengläser verändern den Lichteinfall, sodass die Lichtstrahlen wie bei einer Normalsichtigkeit auf der Netzhaut gebündelt werden. Beim Blick in die Ferne ist auch ohne Akkommodation ein scharfes Bild auf der Netzhaut möglich. Sogenannte Plusgläser sind in der Mitte etwas dicker als am Rand und können durch moderne Technologie dünn geschliffen werden. Beide Gläser erhalten Sie auch bei Optik Meyer.


Weitsichtigkeit bei Kindern


Kinder kommen immer leicht weitsichtig auf die Welt. Bis zum Alter von sechs Jahren werden sie in der Regel normalsichtig. Hier ist nur in Ausnahmefällen eine Sehhilfe notwendig, etwa bei einer Weitsichtigkeit mit über sechs Dioptrien. Auch wenn die Augen unterschiedliche Stärken haben oder wenn das Kind durch den ständigen Ausgleich ein Einwärts-Schielen entwickelt. Jugendliche und junge Erwachsene merken von ihrer Weitsichtigkeit anfangs noch nichts. Sie gleichen die Fehlsichtigkeit ja automatisch durch die elastische Linse aus. Die Muskulatur der Augen kann jedoch beim Lesen oder Naharbeit Beschwerden durch Überlastung verursachen. Umso besser ist es daher, wenn die Weitsichtigkeit frühzeitig erkannt wird.


Weitsichtigkeit im Alter oder Altersweitsichtigkeit


Die natürliche Fähigkeit des Ausgleichs der Linse lässt mit der Zeit nach. Mit zunehmendem Alter wird der Bereich des scharfen Sehens immer kleiner. Mit etwa 45 oder 50 Jahren spätestens merken viele Menschen den Effekt, wenn sie eine Lesebrille benötigen. Die ersten Symptome dieser Altersweitsichtigkeit sind vor allem Beschwerden beim Lesen oder Tätigkeiten wie Handarbeiten. Abhilfe schafft hier eine Brille in der passenden Sehstärke, um Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Druckgefühle im Augenbereich zu vermeiden.