Kurzsichtigkeit


Kursichtigkeit ist keine kurze Geschichte


Die Kurzsichtigkeit ist eine angeborene oder auch erworbene Fehlsichtigkeit der Augen. Dabei werden Objekte in der Ferne undeutlich, verschwommen und unscharf. Objekte in der Nähe sind jedoch problemlos zu erkennen. Die Zahl der Menschen mit einer Kurzsichtigkeit nimmt weltweit immer weiter zu. Allein in Deutschland schätzen Experten, dass jeder Vierte betroffen ist. Die Kurzsichtigkeit kann durch eine Sehhilfe wie eine Brille oder Kontaktlinsen aber leicht ausgeglichen werden. Als Maßeinheit gelten die individuellen Dioptrien-Werte.

 

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Veröffentlicht:
13. September 2018

Verbesserung der Kurzsichtigkeit


Eine bestehende Kurzsichtigkeit kann man leicht durch eine Sehhilfe wie eine Brille oder Kontaktlinsen ausgleichen. Bei einer Brille oder Kontaktlinsen als Ausgleich kommt eine so genannte Zerstreuungslinse mit einem negativen Brechwert zum Einsatz. Die Linsen werden auch Minusgläser genannt und verschieben den Punkt, an dem Objekte in der Ferne scharf gesehen werden, damit er direkt auf der Netzhaut liegt.


Minusgläser sind am Rand etwas dicker als in der Mitte, also konkav und können sehr dünn geschliffen werden. Sehr stark kurzsichtige Menschen sollten die Augen einmal im Jahr beim Augenarzt untersuchen lassen. Dies gilt bei einer Glasstärke von -6 Dioptrien, um schwerwiegende Augenerkrankungen wie eine Netzhautablösung sowie Grauer oder Grüner Star auszuschließen.


Feststellung der Kurzsichtigkeit beim Augenarzt oder Optiker


Die Diagnose ist denkbar einfach. Ein Sehtest beim Augenarzt oder auch bei uns bei Optik Meyer zeigt, wie gut die Augen in die Weite und in die Nähe sehen. Die Betroffenen müssen lediglich in einem gewissen Abstand unterschiedlich große Buchstaben und Zeichen erkennen und benennen. So lässt sich die Kurzsichtigkeit einfach ermitteln und erkennen, wie stark ausgeprägt die Sehschwäche ist.


Mögliche Ursachen der Kurzsichtigkeit


Für die Kurzsichtigkeit gibt es im Wesentlichen zwei Ursachen. Zum einen kann der Augapfel zu lang sein, zum anderen kann der Brechwert der Linse im Auge zu hoch sein. Es kann auch beides in Kombination auftreten. In jedem Fall kann das Auge nicht mehr scharf sehen. Im Normalfall entsteht auf der Netzhaut ein scharfes Bild, wenn die Lichtstrahlen aus der Ferne ins Auge einfallen und sich auf der Netzhaut bündeln. Bei Kurzsichtigkeit treffen die Lichtstrahlen jedoch bereits vor der Netzhaut zusammen.


Kurzsichtigkeit ist in vielen Fällen vererbt. Meist sind Kinder ebenfalls kurzsichtig, wenn beide Elternteile kurzsichtig sind. Aber auch die Lebensbedingungen spielen eine Rolle. Dazu gehören Faktoren wie übermäßige Naharbeit wie Lesen oder intensive Beschäftigung mit dem Handy oder Tablet. Studien zeigen, dass die Kurzsichtigkeit bei Kindern seltener auftritt, die sich lange im Freien aufhalten.


Symptome der Kurzsichtigkeit


Typisches Symptom der Kurzsichtigkeit ist das Phänomen, Gesichter und Personen auf der anderen Straßenseite nicht oder spät zu erkennen. Außerdem fällt es schwer, Straßennamen oder Hausnummern zu lesen. In der Schule, im Studium oder bei Fortbildungen können Buchstaben auf der Tafel oder projizierte Texte schwer gelesen werden. In der Natur erkennen Kurzsichtige sehr wohl Bäume, jedoch keine einzelnen Blätter oder Äste. Auch die Schrift auf Reklametafeln, Verkehrs- und Straßenschildern oder Autokennzeichen können schwer gelesen werden. Typisch ist auch, dass Kurzsichtige beim Blick in die Ferne die Augen zusammenkneifen. Dadurch verkleinert sich die Pupille und die Tiefenschärfe verbessert sich. Der griechische Begriff dafür ist Myops und gab der Sehschwäche den Namen Myopie.


Kurzsichtigkeit bei Kindern


Kinder  im Kindergartenalter sind meist normalsichtig oder leicht weitsichtig. Kurzsichtigkeit kann häufig mit der Einschulung auftreten. Experten sprechen auch von Schul-Myopie. Diese Kurzsichtigkeit tritt meist im Alter zwischen acht und fünfzehn Jahren auf. Ab 20 Jahren schreitet die Kurzsichtigkeit dann langsamer voran und kann auch im Alter von 30 Jahren zum Stillstand kommen. Der Verlauf der Kurzsichtigkeit bei Kindern kann schwer vorausgesagt und auch nicht verhindert werden.


Eltern können jedoch vorbeugen, wenn sich die Kinder häufig im Freien aufhalten. Ein gutes Sehvermögen ist für die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder immens wichtig. Eine nicht korrigierte Kurzsichtigkeit erhöht etwa das Risiko im Straßenverkehr. Eine Früherkennung ist daher sehr wichtig. Der Augenarzt oder auch unser Team von Optik Meyer kann Sie gerne beraten, ob eine Brille oder Kontaktlinsen für Kinder geeignet sind.


Unterschied Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit


Bei einer Kurzsichtigkeit sieht man in der Nähe gut, in der Ferne jedoch unscharf. Bei der Weitsichtigkeit sieht man hingegen in der Ferne wie in der Nähe häufig recht gut. Bei starker Weitsichtigkeit ist das Scharfsehen in der Nähe nicht möglich. Vor allem im fortgeschrittenen Alter helfen Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen, um in allen Distanzen gut und scharf zu sehen. Wagen Sie den Schritt und lassen Sie sich hierzu unverbindlich beraten!